Dass das Thema Umwelt- und Klimaschutz immer wichtiger wird, zeigten die 2. EnergieSparTage in Hannovers Congress Centrum, die am Sonntag nach dreitägiger Dauer zu Ende gingen. 4 300 Besucher, 30 Prozent mehr als im Vorjahr, informierten sich bei 85 Ausstellern über Produkte und Dienstleistungen zu Energieeffizienz, Qualität am Bau und erneuerbare Energien. Dass die Messe Potential besitzt, bewies die repräsentative Besucherumfrage. Demnach hat sich für 91,8 Prozent der Besuch der EnergieSparTage gelohnt und rund 83 Prozent wollen die Messe im nächsten Jahr wieder besuchen.
"Clever sanieren lohnt sich", sagte Ulrich Zink vom Bundesarbeitskreis für Altbauerneuerung. "Wenn der Besucher erst einmal hört, in wie vielen Fällen er sparen kann, sensibilisiert sich das Thema Energiesparen von selbst. Immerhin sind zwei Drittel aller Gebäude in Deutschland älter als 20 Jahre. Wir sind positiv überrascht vom Interesse der Besucher", berichtete Nils Ratzke, Vertriebsleiter bei Raab Karcher, Deutschlands Marktführer im Baustoffhandel. Auch Roland Paul, Standleiter der Firma Paul aus Mülsen, die sich mit Wärmerückgewinnung und Wärmetechnik beschäftigt, war mit der Qualität der Besucher zufrieden. "Konkrete Geschäfte lassen sich nur durch intensive Beratungsleistungen verwirklichen." Deshalb hatte auch proKlima, der enercity-Fonds einen neuen Service zu bieten. Der "Energielotse" berät Bauherren und Hausbesitzer, informiert über die Vielzahl an Fördermöglichkeiten und entwickelt Gesamtkonzepte bei der energetischen Altbaumodernisierung.
"Die Resonanz von Aussteller- und Besucherseite zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Geschäftsführerin Carola Schwennsen vom Veranstalter Fachausstellungen Heckmann. „Insbesondere zeigte der gute Besuch der Vorträge, wie wichtig es mittlerweile die Bevölkerung findet, nicht nur den Sparhebel anzusetzen, sondern auch etwas für den Umweltschutz zu leisten.“
Auf den EnergieSparTagen wurden die Städte Hemmingen und Neustadt am Rübenberge mit dem Solarmeistertitel ausgezeichnet. Bereits zum 5. Mal hatte die Klimaschutzagentur die Kommunen zum Wettbewerb um den Solarmeistertitel aufgerufen, an dem sich 21 beteiligten. "Nur mit dem Engagement aller Beteiligten kommt die Solarenergienutzung in der Region voran", sagte die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde bei der Preisverleihung.