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Fokus Fuhrpark

Erstmalig in Hannover: ALTENPFLEGE legt Fokus auf Mobilität

Hannover - Ein gut organisierter Fuhrpark ist in der ambulanten Pflege unverzichtbar. Die Pflegekräfte legen tägliche viele Kilometer zurück, um pflegebedürftige Menschen zu besuchen, das Gleiche gilt für den Transport zur Tagespflege, aber auch bezüglich von Essensanlieferungen. Das enorme Wachstum in der professionellen Pflege zeigt sich auch am wachsenden Bedarf von innovativen Mobilitätslösungen. Die ALTENPFLEGE 2020, die Leitmesse der Pflegebranche, legt deshalb nach der Premiere im vergangenem Jahr in Nürnberg nun erstmalig in Hannover einen Schwerpunkt auf das Thema „Fokus Fuhrpark“ und zeigt, welche Lösungen es bereits heute für ein gut funktionierendes Fuhrparkmanagement gibt. Vor allem im Bereich Elektromobilität gibt es für Pflegekräfte- und dienste eine Vielzahl von attraktiven Entwicklungen.

Ob Kleinwagen für die ambulante Pflege, Transporter für Gruppenfahrten, Ein- und Umbaulösungen, neueste Routenplaner und GPS-Technik – bei „Fokus Fuhrpark“ finden die Besucher neueste Trends, die den mobilen Pflegealltag deutlich erleichtern.

Dass das Thema Elektromobilität für ambulante Pflegedienste lohnenswert ist, unterstreichen auch die Bemühungen der Bundesregierung. Sie fördert den Wechsel zum E-Auto mit teils deutlichen Vergünstigungen. So sind E-Autos im dienstlichen Gebrauch beispielsweise für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Ein Umweltbonus des Bundes verspricht Käufern zudem Zugeständnisse von bis zu 2.000 Euro. Dazu kommen weitere Förderprogramme, die beispielsweise auch Pendlermobilität oder Ladestationen bezuschussen. Einzelne Bundesländer wie Berlin oder Nordrhein-Westfalen warten zusätzlich mit eigenen Programmen auf, durch die Unternehmen nochmals bei der Umstellung auf Elektromobilität sparen können. In der Hauptstadt werden beispielsweise Beratungen bezüglich nachhaltiger Fortbewegung bezuschusst. In Thüringen übernimmt die Thüringer Aufbaubank bis zu 75 Prozent der Kosten für Ladeinfrastruktur.

Experten gehen davon aus, dass deshalb die Zahl der Elektroautos – auch im Pflegebereich – weiterwachsen wird – kein Wunder, sind sie im Unterhalt doch deutlich günstiger als Benziner oder Dieselfahrzeuge. Beispiele für die Pflegebranche: Gleich 165 Elektro-Smarts übergab NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart an 27 Caritasverbände und andere Pflegeträger. Insgesamt sollen dort rund 3000 Menschen mit diesen Fahrzeugen versorgt werden. Und auch Holger Hegemann, Geschäftsführer beim Bremer Pflegedienst vacances hat seine Flotte von Pflegedienstautos umgerüstet und 20 neue E-Smarts angeschafft.

Auf der ALTENPFLEGE werden eine Vielzahl von branchengerechten Fahrzeugen zu sehen sein – E-Autos, Hybrid, Diesel und Benziner - die übrigens alle auf einer großen Teststrecke auf dem Freigeländer der Messehallen auf Herz und Nieren geprüft und ausprobiert werden können.

Der Fortschritt macht jedoch bei Autos und Fahrrädern nicht halt. Aussteller wie Vimcar und Heimbas präsentieren moderne Softwarelösungen, mit denen Pflegetouren im Vorfeld effizient geplant werden und im Nachhinein nachvollzogen werden können. Tourenplanungssoftware, wie sie Heimbas anbietet, ist für die ambulante Pflege ein nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug. Sämtliche Aspekte einer Tour, seien es Erlöse, Qualifikationen der Mitarbeiter oder Einsatzpläne, werden automatisch oder auf Wunsch manuell berücksichtig – welcher Mitarbeiter wann, wo zu sein hat, wird vom System automatisch geplant. Vimcars Softwarelösungen setzen wiederum ein, sobald sich ein Fahrzeug bewegt. Per GPS kann die Position der eigenen Fahrzeuge in Echtzeit auf einer Karte verfolgt werden, die Fahrten werden aufgezeichnet und können im Nachhinein mit den Strecken anderer Mitarbeiter abgeglichen werden. So wird vermieden, dass Wege unnötig doppelt zurückgelegt werden. Auch das Fahrtenbuch kann so automatisch und mit deutlich geringerem Zeitaufwand geführt werden. Gleichzeitig können einzelne Fahrten per Mausklick als privat, betrieblich oder Arbeitsweg gekennzeichnet werden. Im Bereich Software heißt es also: verschlanken, automatisieren und Kapazitäten einsparen.